Ausstellung über den "Meister des Grüns"

Rudolf  Groeschel

  (1891 - 1985)

zum 130. Geburtstag

 

Die Gemeinde Weyarn und der Förderverein Kultur & Geschichte in Weyarn e.V. erinnerten mit einer umfassenden Werkschau an den lange Jahre in Fentbach lebenden Künstler, Landschaftsmaler und Portraitisten Rudolf Groeschel.

Rudolf Groeschel - Selbstbildnis
Rudolf Groeschel - Selbstbildnis

Am 10. März 2021 wäre Rudolf Groeschel 130 Jahre alt geworden.

Aus diesem Anlass hat der Förderverein Kultur & Geschichte in Weyarn e.V. eine Ausstellung über den „Meister des Grüns“ aus Fentbach zusammengestellt.

 

Groeschels umfangreichen Nachlass hat einst der Landkreis Rosenheim erworben. Er ist im Depot auf Schloss Hartmannsberg bei Aschau untergebracht. Eine ganze Reihe von Bildern befindet sich aber in privaten Haushalten von Weyarner BürgerInnen. Einige davon dürfen wir Ihnen nachfolgend vorstellen. In der Ausstellung konnten diese und weitere im Original besichtigt werden.

 

Wir danken den Leihgebern an dieser Stelle für ihre Unterstützung.

 

 


 

ÜBRIGENS: Bereits 2003 gab es in Weyarn eine Groeschel-Ausstellung. Der Arbeitskreis Kultur konnte damals über 400 Besucher zählen.

Viele der Besucher kannten den Maler noch persönlich und/oder meinten, dass zu Hause Groeschel-Werke hängen.


 

Kurzer Lebenslauf:


1891 im thüringischen Meiningen geboren, schlägt sich Groeschel 1918 kriegsversehrt als Flüchtling von Russland nach München durch, studiert an der Akademie, gründet 1920 am Chiemsee die "Frauenwörther Künstlergemeinschaft" und zieht, nachdem er 1944 in seinem Münchner Atelier ausgebombt wird, in unsere Gemeinde nach Fentbach, wo er bis zu seinem Tod (1985) seinen Wohnsitz hat.

 

Link zu GAILER FINE ART CHIEMSEE
auf der Fraueninsel



Zeichen setzen – Erinnerung bewahren

ein LEADER-gefördertes Projekt des FV Kultur & Geschichte in Weyarn e.V.

 

Im Frühjahr 2019 machte die umsichtige Kirchenverwaltung in Weyarn die Gemeinde darauf auf­merk­sam, dass das bereits vor einigen Jahren aufgelöste Grab der Familie Groeschel im alten Weyarner Friedhof aufgelassen werden sollte und der Grabstein, der bereits umgefallen war, dann weggeschafft würde.

Damit, so Pfarrverbandsleiter Pater Michael de Koninck vom Deutschen Orden, drohte eine weitere Spur des Malers Groeschel, der doch „ein berühmtes Kind der Gemeinde Weyarn gewesen sei“, zu verschwinden.

 

Der Förderverein Kultur & Geschichte in Weyarn e.V. entschloss sich daraufhin, den Grabstein zu res­tau­rieren und ihn wieder aufzustellen.


Mittlerweile wurde der Grabstein an einem gut sichtbaren Platz an der westlichen Wand des Rathauses direkt am Weg im Friedhof der Weyarner Stifts­kirche St. Peter und Paul platziert. Damit konnte ein bescheidener, aber sicht­barer Erinnerungsort an Leben und Werk Rudolf Groeschels geschaffen werden, der in Fentbach in der heutigen Gemeinde Weyarn seine zweite Heimat gefunden hatte.

 

Abb. Erinnerungsort Rudolf Groeschel