St. Rupertus in Bruck




Ein Kleinod in ländlicher Umgebung

Erstmals erwähnt im Jahre 1315, in den Konradinischen Matrikeln; renoviert in den Jahren 2007 bis 2009.

Das „Pestkircherl“ in Bruck ist eines der ältesten Kulturdenkmale im Landkreis Miesbach.

Im Gegensatz zu den übrigen Kirchen und Kapellen ist St. Rupertus aber nicht in kirchlichem, bzw. privaten Besitz, sondern es befindet sich im alleinigen Eigentum des Freistaates Bayern.

 

Klein aber fein – und steinalt. Das romanische Gotteshaus St. Rupert in Bruck wurde um 1200 errichtet, und ist somit eines der ältesten Kulturdenkmale im Landkreis. Bis 1803 gehörte das Gebäude zum Kloster Weyarn, und zählte damit ebenfalls zum kirchlichen Machtimperium der damaligen Zeit.

Die von außen unscheinbare Kirche ist im Inneren umso eindrucksvoller. Seit der Sanierung 2009 erstrahlt das Denkmal in vollem Glanz. Die Saalkirche, deren östlichen Abschluss eine halbmondförmige Apsis bildet, ist mit floralen Verzierungen aus der Barockzeit versehen. Die waren jedoch nicht immer sichtbar. Ende des 19. Jahrhunderts wurde alles überpinselt, und erst 1962 ein Teil davon wieder freigelegt. Besonders interessant ist auch die Kirchentür. Diese stammt aus dem späten Mittelalter. Geöffnet wird sie nur zu Gottesdiensten.

 

Den Spitznamen „Pestkircherl“ erhielt das Gebäude während der Epidemie in den 1630er Jahren. Damals bestattete die Pfarrei Neukirchen 391 Pestopfer auf einem Feld neben der kleinen Kirche, um der Ansteckungsgefahr zu entgehen.

 

Bruck, Pfarrei Neukirchen, mit der Kapelle St. Rupertus - aufgenommen um 1920
Bruck, Pfarrei Neukirchen, mit der Kapelle St. Rupertus - aufgenommen um 1920
1763 bildet Kirchenmaler Johann Georg Gaill aus Aibling das Brucker Kirchlein in seiner damaligen Form auf dem Deckengemälde der Pfarrkirche Neukirchen ab.
1763 bildet Kirchenmaler Johann Georg Gaill aus Aibling das Brucker Kirchlein in seiner damaligen Form auf dem Deckengemälde der Pfarrkirche Neukirchen ab.
Ein Bild aus dem Jahre 1958 während der Restaurierung des Kirchleins.
Ein Bild aus dem Jahre 1958 während der Restaurierung des Kirchleins.
Der Eingangsbereich - eine schwere Eichentüre mit handgeschmiedeten Beschlägen.
Der Eingangsbereich - eine schwere Eichentüre mit handgeschmiedeten Beschlägen.

 

Aufgrund der deutlich sichtbaren Feuchtigkeitsschäden und der Rissbildung im gesamten Baukörper hat das Staatl. Bauamt in Rosenheim im September 2007 umfangreiche Instandhaltungsmaßnahmen eingeleitet.

 

 

Die Dorfgemeinschaft Bruck engagiert sich seit jeher für die Renovierung und den Erhalt des St. Rupertus – Kirchleins.

Blick zur Empore
Die Kirche ist unter dem Tonnengewölbe mit einer Empore ausgestattet. Eine schmale, steile Treppe führt hinauf. Aufnahme um 1980.